• Laura

Das Beste Fleisch der Welt

Aktualisiert: vor 1 Tag

Lauras Fleischreise um die Welt


Am 18.02.2022 durfte ich an dem Event "Das Beste Fleisch der Welt” teilenehmen. Um 18:30 Uhr ging es trotz Sturm in der Showküche von Otto Gourmet los. Mit 11 Teilnehmern war es zwar nicht ganz voll, aber angenehmer, um einen direkten Draht zu den zwei Köchen Jasenko und Yannik zu bekommen. Nach einem Glas Champagner und ein paar Scheiben 5 J Jamon Iberico Bellota,welcher uns auf Knochen serviert wurde, ging es weiter mit ein paar leckeren Horsd’oeuvre wie den gebackenen Kalbsköpfen auf Trüffelmayonnaise.


Im Anschluss startete das Tasting, welches mit Geflügel begann. Dazu wurde das Miéral Schwarzfederhuhn “Le Prince de Dombes” normal und dry-aged gereicht. Dabei hat mir persönlich das dry aged Fleisch besser geschmeckt, da der Geschmack des Fleisches etwas intensiver war.

Zum Abschluss des Geflügels gab es den ersten Gang des Abends - Sot-ö’y laisse auf Spinat mit einem Carbonara Schaum. Die Pfaffenschnittchen, von denen im Übrigen jedes Tier nur zwei hat, haben dabei einen sehr intensiven Geschmack, wobei das Fleisch sehr zart und saftig ist.

Als Nächstes wurde uns Schweinefleisch vorgestellt. Leider war ich bei diesem Fleisch etwas voreingenommen, da ich kein großer Fan von Schweinefleisch bin.


Funfact Irrtümlicherweise wird in Deutschland meistens Schweinefleisch durchgebraten, da die meisten annehmen, dass eine andere Zubereitung das Fleisch nicht verzehrbar macht. Dennoch ist in Deutschland das meiste Rohfleisch, welches verzehrt wird, Schweinefleisch. Nämlich im Mett.


Schweinisches

Von dem gebratenen Fleisch LiVar Kachelfleisch aus der Limburger Region, Ibérico Pluma Bellota und Ibérico Presa Bellota beides aus Spanien, hat mir das Pluma am besten geschmeckt. Wahrscheinlich, weil dieses nicht ganz durch serviert wurde.

Als Abschluss des Schweinfleischs gab es den zweiten Gang Ibérico Abanico als Spieß mit BBQ auf Maispüree. Die Kombination aus BBQ Sauce und dem süßen Maispüree fand ich überraschend lecker.




Beim Rindfleisch gab es dann erstmals auch Fleisch aus außerhalb von Europa. Neben dem Italienischen Chianina Bistecca alla Fiorentina und dem Irish Hereford Prime Beef, gab es US Rumpsteak “dry aged”, US Black Angus Teres Major, US Black Angus Flat Iron (BBQ Steak), US Black Angus Top Butt Cap. Leider wurde mir hier, auch bei verschiedenen Zubereitungsarten bewusst, dass das Fett, welches manche als äußerst lecker empfinden, leider gar nicht mein Geschmack ist. Ich würde jedoch jedem empfehlen, es zumindest einmal zu probieren! Mein Favorit hier: US Black Angus Teres Major. Super zart und super lecker!

Um das Rind – thematisch erstmal abzuschließen, gab es den dritten Gang des Abends. Geschmorte Backe vom Irish Hereford Prime Beef dazu Fregola Sarda und Buchenpilze. Ein sehr leckeres Schmorgericht, welches im Zusammenspiel mit den Nudeln und Pilzen einen tollen Gang ergeben hat.

Nach diesem Gang neigte sich das Tasting auch langsam dem Ende zu. Ein Highlight haben sich Jasenko und Yannik jedoch bis zum Schluss aufgehoben. Drei verschiedene Wagyu Rinder. Westholme Wagyu Beef aus Australien, Blackmore Wagyu Beef aus Australien und Ozaki Wagyu Beef aus Japan. Das Fleisch der Taijma Rinder zeichnet sich besonders durch das intramuskuläre Fett aus, welches bereist bei 25 °C zu schmelzen anfängt. Das Wagyu Fleisch wird also traditionell immer auf Eis gelagert. Durch diese Besonderheit ist das Fleisch egal bei welchem Cut äußerst zart und zergeht damit wortwörtlich auf der Zunge. Sollte sich also jemals die Möglichkeit ergeben, Wagyu zu probieren, sollte diese auch genutzt werden!

Als Abschluss des Abends gab es zum Dessert Apfel und Sellerie Stücke, dazu Sellerie in Vanille Sauce Sous-vide gegart an weißer Schokoladencreme mit Stückchen vom Schoko Muffin. Meiner Meinung nach der perfekte Abschluss des Abends!

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass bei dem Event jeder auf seine Kosten kommt und wirklich für jeden etwas dabei ist. Manchmal kostet es vielleicht etwas Überwindung, die Sachen zu probieren, aber lohnen tut es sich auf jeden Fall. Man kommt schnell mit den Köchen und den anderen Gästen ins Gespräch und tauscht sich über allerlei aus.

Das perfekte Fleisch der Welt, für mich das US Black Angus Teres Major. Und für dich?

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