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  • Steffen

Züchterbesuch in Galicien bei Ternera Gallega


von Christof Kreuels



Wissen, wo es er herkommt. Das ist und bleibt eines der Hauptkriterien bei OTTO GOURMET. Darum habe ich mich sehr über die Einladung von Ternera Gallega nach Santiago de Compostela gefreut. Aus Erzählungen der Kollegen hatte ich ja bereits gutes Vorwissen zu den Haltungsbedingungen in Galicien und die Qualität des Fleisches hat mich von vorne herein überzeugt (das schreibe ich jetzt ehrlich und nicht, weil ich eingeladen war, sollte ich an der Stelle aber wohl trotzdem vermerken). Trotzdem ist es immer besser, sich selbst ein Bild zu machen.


So machte ich mich Montagmorgen auf dem Weg zum Flughafen Düsseldorf mit dem Ziel, mich ein paar Stunden später mit den Partnern von Ternera Gallega und Sven Günther (Bliss Heidelberg), der gemeinsam mit mir Ternera entdecken wollte, am Flughafen Santiago zu treffen. Wenig wusste ich, dass die Anreise für mich und mehr noch für Sven zur Odyssee werden sollte. Aber das ist hier mehr Randgeschichte. Was mir aber unheimlich imponiert hat, war die super Organisation durch Uli und Luiz von Ternera Gallega, die zuerst mich und ein paar Stunden später dann Sven geduldig am Flughafen erwarteten und uns ab dann perfekt organisiert ihre Welt gezeigt haben.


Unser erster Abend begann mit einem Stadtrundgang durch Santiago (die Sven leider noch

verpasst hat). Danach ging es – inzwischen vollzählig – zur Verkostung in die Räumlichkeiten von Ternera Gallega, wo wir die Möglichkeit hatten, insbesondere die Side Cuts zu verkosten. Mein Favorit des Abends (und absolute Empfehlung) war definitiv das Schildstück. Dazu gab es Bier und Wein aus Galicien. Überhaupt war ich beeindruckt auf den Regionalstolz, der hier herrschte. Ich glaube, neben Fleisch könnte ich jetzt noch eine ganze Reihe galicischer Produkte mehr verkaufen.


Zentraler Punkt der Reise waren aber selbstverständlich die Züchterbesuche, die wir am Dienstag in Angriff nahmen. An diesem Tag haben wir mehrere hundert Kilometer mit dem Auto zurückgelegt. Dabei hat sich Galicien uns von seiner schönsten Seite gezeigt. Für mich am beeindruckendsten waren natürlich die Zuchtbetriebe selbst: Mutterkühe und Kälber zusammen und freilaufend auf großen, saftigen Weiden. Eine Idylle, die in heutigen Zeiten fast ein wenig anachronistisch wirkt. Aber vielleicht ist diese kleinbäuerliche Haltung mit seinen wenigen Tieren – der erste Hof, den wir gesehen hatten war mit 60 Tieren bereits recht groß – das auch. Schön zu sehen, dass sich traditionelle Lebensweisen und nachhaltige Tierzucht vereinbaren lassen.



Über den Rest des Tages sollte ich eigentlich nicht zu positiv schreiben, eventuell wird mir der Besuch sonst nicht als Dienstreise anerkannt. Aber ganz im Ernst, unser Besuch hier war perfekt geplant und durchgehend eine Freude. Zwischen den verschiedenen Züchterbesuchen ging es in ein Restaurant, in dem wir wiederum Ternera Gallega vom Holzkohlegrill verkosten konnten und darüber hinaus all die wunderbaren Dinge, die Galicien darüber hinaus zu bieten hat. Und auch unser Abend endete nicht weniger opulent in der Altstadt Santiagos. Wirklich ein grandioser Tag.



Mittwoch war dann leider schon wieder unser Abreisetag. Am Morgen haben Sven und ich uns noch die Markthalle in Santiago de Compostela angeschaut bevor es dann wieder zum Flughafen und zurück nach Haus ging. Leider endete die Reise wie sie begonnen hatte, nämlich mit großem Chaos an den Flughäfen und vor allem unseren Koffern (eigentlich Handgepäck!), die erst zwei Tage nach uns ankommen sollten. Das alles konnte aber unsere Stimmung in keinster Art und Weis trüben und ich bin wirklich dankbar für die tollen Eindrücke, die wir in Galicien und vor allem bei den Züchtern von Ternera Gallega sammeln durften.





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